Biografien
Biografien
Vural Öger und Kemal Sahin gehören zu den führenden türkischstämmigen Unternehmern in Deutschland. Öger ist Gründer des sechstgrößten deutschen Reiseveranstalters, Sahin schaffte es ein
riesiges Textilimperium zu gründen. Beide kamen als Studenten nach Deutschland und schafften den Sprung nach ganz oben. So sehr es Parallelen ziwschen den beiden gibt, so haben sie
doch ziemlich unterschiedliche Wurzeln. Öger's Familie gehörte schon zur gehobenen Klasse der Türkei, Sahin stammt aus einem kleinen Dorf bei Konya. Sehr empfehlenswerte Bücher über zwei
Aufsteiger!
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Mein Deutschland, meine Türkei
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Der Falke in der Fremde
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Vural Öger: Mein Deutschland, meine Türkei
Dass Vural Öger kein normaler "Gastarbeiter" war, dürfte jedem, der ihn ab und zu im Fernsehen gesehen hat, ziemlich klar gewesen sein. Allzuoft hat er das selbst betont. Jetzt kann man das alles auch "schwarz auf weiss" in seiner "Biografie" lesen.
Der Leser erfährt, aus welcher gehobenen Klasse der Türkei der junge Öger stammte, der 1960 als Student nach Deutschland kam, und wie er durch Zufall Unternehmer wurde.
Wer erfahren will, wie Öger als Unternehmer erfolgreich wurde, wird in dem Buch nicht die ganze Geschichte erfahren. Natürlich geht der Autor darauf ein, aber das ist eines von mehreren Themen, die er behandelt. Vielleicht gehört es ja zur Geschäftspolitik, nicht alles zu verraten!
Öger beschreibt auch viel - vor allem deutsch-türkische - Zeitgeschichte, die er mit seinem eigenen Leben verknüpft.
Sehr interessant sind dabei die türkisch-griechischen Beziehungen, über die Öger einiges aus seinem eigenen Leben zu berichten weiß.
Ansonsten gibt es zwischendurch auch einiges Belangloses zu lesen, z. B. Öger's Trip nach Amerika in den 60er Jahren, der zwar für einige Anekdoten gut ist, aber recht breit getreten wird.
Dass so mancher Ghostwriter an dem Buch mitgearbeitet hat, ist - wegen der Brüche - auch nicht zu überlesen.
Trotz allem ist das Buch insgesamt flüssig zu lesen und recht fesselnd. Öger - der durch sein eher aristokratisches Auftreten kühl wirkt - gelingt es, mit dem Buch durchaus Sympathien zu gewinnen und sein Engagement in der Deutsch-Türkischen Stiftung kommt auch überzeugend rüber.
Pflichtlektüre für die, die sich für deutsch-türkische Themen interessieren!
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