Geschichte der Türkei
Geschichte der Türkei
Es waren die Seldschuken, die nach dem Sieg 1071 bei Malazgirt (dt. Mantzikert) im Osten Anatoliens
über die byzantinische Armee nach Anatolien eindrangen. Damit begann die Besiedlung Anatoliens durch
türkische Stämme. Sie hatten ihre Urheimat in Zentralasien aufgegeben und waren westwärts gezogen. Die
Geschichte der Türken in Zentralasien ist gekoppelt mit der Geschichte der Chinesen, der Hunnen und der Mongolen.
Man trifft in diesem Zusammenhang auf bekannte Namen wie Atilla oder Dschingis Khan. Oder noch später auf Timur
Lenk (Tamerlan).
Aus den Seldschuken gingen die Osmanen hervor, die als Herrscherfamilie über 600 Jahre regierten und über mehrere
Jahrhunderte ein Weltreich auf drei Kontinenten bauten. Ein wichtiges Datum ist 1453, als die Osmanen den zweiten
wichtigen Sieg der Türken über Byzanz verbuchten: Konstantinopel, das heutige Istanbul, wurde eingenommen. Damit stand
der Expansion auf dem Balkan und somit in Europa nichts mehr entgegen.
Das Osmanenreich währte bis 1923, als Mustafa Kemal Atatürk die heutige türkische Republik aus der Konkursmasse dieses
Reiches gründete und Ankara zu seiner Hauptstadt machte. Im Grunde bedeutete diese lapidare Beschreibung, dass es eine sehr tiefgehende,
beispiellose Revolution war, wie aus einem Sultanat eine Republik und aus einem islamisch geprägten Staat ein laizistischer wurde.
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