Urfa
Urfa liegt im Südosten der Türkei und ist die Grenzprovinz zu Syrien.
Urfa ist Zentrum des gigantischen Südostanatolienprojekts
(türk. Güneydogu Anadolu Projesi, kurz GAP).
Der Stadt und der gleichnamigen Provinz wird eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung des Südostens der Türkei zugewiesen.
Das GAP ist ein System von Staudämmen an den Flüssen Euphrat und Tigris zur Bewässerung und Energiegewinnung. Der größte
Staudamm in diesem Projekt ist der Atatürk-Staudamm zwischen Urfa und Adiyaman. Hauptziel ist die Bewässerung der Ebene von Harran im
Süden der Provinz Urfa.
Die Stadt Urfa wird insbesondere wegen ihrer Mischung aus türkischen, kurdischen und arabischen Elementen gerühmt.
Sicherlich ist davon einiges zu sehen. Doch sollte man sich nicht allzu große Hoffnungen machen. Urfa ist heute auch eine typische Touristenstadt geworden.
Es sind nicht in erster Linie die ausländischen Touristen, sondern die heimischen, die wegen seiner Heiligtümer nach Urfa pilgern. Durch diesen
nicht zu unterschätzenden Tourismus ist auch viel Kitsch entstanden. Da, wo vermehrt Touristen auftauchen, wird man häufig von Kindern, Behinderten
und anderen Leuten bedrängt. Manche betteln nur, andere wollen einem etwas verkaufen oder den Touristenführer mimen.
Auch die Altstadt von Urfa wirkt für den kritischen Betrachter etwas künstlich, wozu sicherlich auch die überfütterten Karpfen in dem
Teich beisteuern, der für die heimischen Touristen eine große Attraktion ist. Eigentlich schade.
Trotz allem ist Urfa sicherlich eine Reise wert. Es gibt eben einige Attraktionen zu sehen. Von einer Boomtown ist Urfa allerdings noch entfernt.
Auch diesbezüglich wird man eher enttäuscht. Aber dass der wirtschaftliche Aufschwung kommen wird, davon sind viele überzeugt.
> "Berühmtester Sohn" Urfa's: Ibrahim Tatlises
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